Périgord/Dordogne: Kultur & Genuss
Sanft schlängelt sich die Dordogne durch die Eichen- und Pinienhügel des Périgords, auf denen Burgen und Schlösser als stille …
© 2026 Kultur Reisewelt
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Frankreich hat eine sehr lange und abwechslungsreiche Geschichte zu bieten. Von altsteinzeitlichen Wohnhöhlen in der Dordogne, über die Besiedlung durch Kelten während der Bronzezeit, bis zur römischen Besatzung Galliens 50 v. Chr. Im Mittelalter wurde Frankreich durch Burgunder, Franken und Alemannen besiedelt, worauf hin verschiedene Dynastien folgten: Karolinger, Valois und Bourbonen.
Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 kennzeichnete den Beginn der Französischen Revolution, welche sich zum Ziel setzte, den vorherrschenden Absolutismus zu beenden, und wird heute als Nationalfeiertag Frankreichs zelebriert. Nicht umsonst gilt dieser Tag als Geburtsstunde des „neuen“ Frankreichs und dient als Basis für das Nationalgefühl der Franzosen. Zusätzlich zur Französischen Revolution kommt auch der Erklärung der Bürger- und Menschenrechte im August 1789 hat bis heute enorme Bedeutung zu. 1799 riss Napoleon Bonaparte die Herrschaft an sich, erklärte die Revolution für beendet und herrschte von 1804 bis 1815 als erster Kaiser Frankreich. Nach Ende des ersten Kaiserreichs folgte die Zeit der Restauration welche sich zum Ziel setzte, die Bourbonenmonarchie wiederherzustellen. Diese Restauration wurde durch die Julirevolution im Jahre 1830 beendet. In der Februarrevolution 1848 wurde die Bourbonenmonarchie endgültig gestürzt und die Zweite Republik wurde ausgerufen.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs gehörte Frankreich zu den alliierten Siegermächten und 1919 wurde auf französischem Boden der Friedensvertrag von Versailles ausgehandelt. Während des Zweiten Weltkrieges befand sich das französische Militär in der Defensive, da sie militärisch nicht auf den Vormarsch der deutschen Wehrmacht vorbereitet waren, und unterlag während des Westfeldzuges 1940 den deutschen Truppen. Wenige Wochen später unterschrieb Frankreich ein Waffenstillstandsabkommen, welches als eine Art Kapitulation galt, woraufhin Frankreich in Teilen von Deutschland besetzt wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und begünstigt durch den anhaltenden Wirtschaftsboom wurde Frankreich Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und Mitglied im UN Sicherheitsrat. 1958 wurde die Fünfte Republik gegründet, die mit ihrer Verfassung bis heute Gültigkeit hat.
Französisch ist in allen Teilen Frankreichs die Amtssprache. In den Urlaubsregionen und in den Hotels wird meist auch etwas Englisch gesprochen. Deutsch sprechen jedoch wenige Franzosen. Grundkenntnisse in der Landessprache Französisch sind im Alltag von Vorteil, jedoch sind z.B. Speisekarten oft in Englisch und Französisch geschrieben. Ein kleiner Sprachführer hilft Ihnen trotzdem sich in den urigen Cafés, Boulangerien oder auf dem Land zu verständigen.Â
Da von staatlicher Seite aus keinerlei Daten zur Religionszugehörigkeit erhoben werden, handelt es sich bei den folgenden Prozentzahlen um Schätzungen. 50% der Bevölkerung sind römisch-katholische Christen. 6-10% sind Muslime, 2-3% sind Protestanten, orthodoxe oder orientalische Christen, Buddhisten oder Juden.
Der typische Franzose trägt Querstreifen, eine Baskenmütze und hält ein Baguette und eine Flasche Wein in der Hand. Tatsächlich sind die Franzosen für ihre Lebensart bekannt. Die Gastronomie, Wein und Mode spielen in Frankreich eine große Rolle. Die knapp 67 Mio. Einwohner Frankreichs verbindet zudem ein großer Nationalstolz. Es fällt auf, dass wenige Franzosen Englisch oder weitere Fremdsprachen sprechen. Das kommt vor allem daher, dass Frankreich sehr empfindlich reagiert sobald es um die Sprache Französisch geht. Nicht umsonst ist der Erhalt der französischen Sprache ein politisches Anliegen und in Europa sogar mit einem Sprachschutzgesetz verankert.
Frankreich ist in 27 Regionen unterteilt, wobei 22 Regionen in Europa liegen und 5 der französischen Regionen in den Überseegebieten Martinique, Mayotte, Réunion, Guadeloupe und Französisch-Guayana. Die europäischen Regionen Frankreichs sind wiederum in 96 Départements aufgeteilt. Die bekanntesten Regionen sind: Auvergne, Bretagne, Burgund, Elsass, Provence-Alpes-Côte d'Azur und Korsika. Jede der Regionen bringt etwas Spezielles und etwas Typisches hervor. So ist es wahrscheinlich, dass Sie mit fast jedem Département etwas verbinden können, sei es eine bekannte Stadt, eine Sehenswürdigkeit oder eine Spezialität.
Frankreich ist auch bekannt als das Land des Genusses und der Feinschmecker. Seit November 2012 wird die Französische Küche von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet. Verhältnismäßig dürftig fällt bei den Franzosen jedoch das Frühstück aus: meist reicht ein Croissant und ein Milchkaffee um den Tag zu beginnen. Das Abendessen hingegen wird regelrecht zelebriert. Im Gegensatz zu Deutschland essen die Franzosen abends später. Ab 20 Uhr geht man normalerweise essen. Oft werden Mehrgänge-Menüs serviert. Bekannte Spezialitäten sind beispielsweise die „Bouillabaisse“, eine schmackhafte Fischsuppe, „Coq au vin“, Hähnchen in Rotweinsauce, oder „croque monsieur“, überbackener Toast mit Schinken und Käse. Probieren Sie auch „Quiche Lorraine“ oder die „Crème brûlée“ und lassen sich von der französischen Küche verzaubern. Natürlich darf in Frankreich der Wein zum Essen nicht fehlen. Besonders beliebt sind die Weine aus Burgund, Bordeaux oder dem Loiretal. Ein Apéretif vor der eigentlich Mahlzeit ist in Frankreich nicht unüblich und nach der Arbeit treffen sich die Franzosen oft in Cafés bevor es zum Essen nach Hause geht.Â
Aufgrund der unterschiedlichen geografischen Lagen der Regionen ist auch das Wetter nicht einheitlich zu beschreiben. Im Norden des Landes sind die Winter relativ mild und im Sommer fällt viel Niederschlag. Im Landesinneren herrscht das ganze Jahr über ein eher milderes Klima. Im Südosten ist das Wetter sehr mediterran, das heißt es gibt hohe Temperaturen und wenig Niederschlag. Auf der Insel Korsika klettern die Temperaturen jedoch noch ein Stück weiter nach oben als auf dem Festland. Im Südwesten Frankreichs ist das Klima sehr abwechslungsreich. Es fällt oft Niederschlag, wovon die Sommermonate jedoch oft verschont bleiben. In den Gebirgslagen der Pyrenäen fällt sehr häufig Schnee, sodass bis zu 6 Monaten im Jahr Schnee liegt.
Empfehlenswert ist legere und praktische Freizeitkleidung. Feste Schuhe sind bei den Stadtbesichtigungen (u.a. Kopfsteinpflaster) von Vorteil. Bitte denken Sie daran, dass bei Kirchenbesuchen eine angemessene Kleidung verlangt wird. Bitte tragen Sie an diesen Tagen Hosen/Röcke, die Knie bedecken und keine schulterfreie Oberbekleidung.
Mit EC oder Kreditkarten kann an Geldautomaten problemlos Bargeld abgehoben werden. Über mögliche Gebühren informieren Sie sich am besten bei Ihrer Bank.
Die Banken in Frankreich haben in der Regel von montags bis freitags in der Zeit von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.
Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card – EHIC) haben gesetzlich Krankenversicherte in allen EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein Norwegen und der Schweiz Anspruch auf medizinisch notwendige Versorgung bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung (nur Kassenärztliche Leistungen im Rahmen der deutschen Gebührensätze!). Die meisten Kranken-Versicherungskarten haben die EHIC auf der Rückseite bereits integriert. Ansonsten erhalten Sie diese über Ihre gesetzliche Krankenversicherung. Wir empfehlen daneben unbedingt als Ergänzung eine Auslands-Krankenversicherung, die neben den notwendigen Heilbehandlungen auch einen Krankenrücktransport absichert. Sie können diese unkompliziert über SKR buchen.
Medizinische Versorgung:
Für alle in Deutschland gesetzlich versicherten Personen besteht in Frankreich ein Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis dient Ihnen die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Falls nicht vorhanden bitte eine Ersatzbescheinigung bei Ihrer Krankenkasse anfordern.
Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber &Schistosomiais:
Das Dengue Fieber wird vor allem von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Bekannte Symptome dieser Erkrankung sind unter anderem hohes Fieber sowie langanhaltende Gelenk-und Muskelschmerzen.
Das West-Nil-Fieber ist eine Viruserkrankung, welche über Zugvögel nach Europa gelangt und über Mücken auf den Menschen übertragen wird. Das Auswärtige Amt wart davor, dass es besonders in den Sommermonaten zu saisonalen Ausbrüchen kommen kann.Â
Da es keinen Impfstoff gegen das West-Nil-Fieber und Dengue Fieber gibt, empfiehlt es sich in dieser Zeit schützende Kleidung zu tragen (lange Hosen, langärmelige Hemden) und auch immer Füße und Fußgelenke zu schützen. Außerdem empfehlen wir Ihnen ein Insektenschutzmittel zu benutzen (z.B. Autan)
Die Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die in Binnengewässern übertragen wird. Symptome sind ein juckender Ausschlag, Fieber, Muskelschmerzen und Husten. Aufgetreten ist diese Krankheit vereinzelnd im Süden Korsikas. Vermeiden Sie daher bitte den Süßwasserkontakt am Unterlauf des Flusses Cavu/ Cavo.
Reiseapotheke:
Stellen Sie sich eine kleine Reiseapotheke zusammen, die neben ausreichendem Sonnen- und Insektenschutz wichtige „Alltagsmedikamente“ enthält: u.a. Kopfschmerztabletten, ein Darmtherapeutikum, Salbe gegen Entzündungen, Verbandmaterial und Pflaster. Persönlich wichtige Medikamente führen Sie bitte unbedingt im Handgepäck mit sich und nehmen einen ausreichenden Vorrat mit. Die Apotheken führen häufig nicht die gleichen deutschen Medikamente, sondern französische Produkte. Wenn Sie vor Ort einen Arzt benötigen sollten, können Sie sich jederzeit an die Reiseleitung wenden.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Paris 13/15
avenue Franklin D. Roosevelt
75008 Paris
Tel.: +33 1 53 83 45 00
Fax: +33 1 53 83 45 02
Email: info@paris.diplo.de
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Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Bordeaux 377
boulevard du Président Wilson
33200 Bordeaux-Caudéran
Tel.: +33 5 56 17 12 22
Fax: +33 5 56 42 32 65
Email: info@bordeaux.diplo.de
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Französische Botschaft
Pariser Platz 5Â
10117 Berlin
Tel.: (+49) 030 590 039 000
In den großen Städten Frankreichs sind Wi-fi Hotspots sehr weit verbreitet. Heutzutage gehört der kostenlose Internetzugang in den meisten Hotels zur Standardausstattung, sowohl in den Zimmern als auch im restlichen Haus. In ländlicheren Gebieten kann es jedoch passieren, dass das Internet nicht so schnell ist. Seit dem 15. Juni 2017 fallen im EU-Ausland keine Zusatzgebühren für Telefonate, SMS-Versand und den mobilen Internetzugang an. Es gelten Ihre Tarifkonditionen wie in Deutschland.Â
In Frankreich gilt ebenfalls seit 2002 der Euro als alleiniges Zahlungsmittel.
Die Kriminalitätsrate in Frankreich ist gering, aber wie in fast allen touristischen Gebieten sollte Vorsicht vor Taschendieben, vor allem in den Ballungszentren und am Strand, geboten sein. Bitte lassen Sie Wertsachen nirgends offen liegen. Führen Sie bei Ausflügen nie sämtliches Bargeld mit sich. Bewahren Sie größere Summen nicht in der Handtasche oder im Rucksack auf, sondern lieber in einem Brustbeutel oder Geldgürtel. Wertsachen können Sie zur Aufbewahrung im kleinen Safe in Ihrem Zimmer einschließen. Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, lassen Sie bitte nichts im Wagen liegen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Wertsachen im Hotel nur dann versichert sind, wenn Sie diese im Safe aufbewahren.
In Frankreich werden Steckdosen des Typs E. Es passen sowohl Stecker C als auch Stecker F. Letzteren können Sie jedoch nicht benutzten, wenn es kein extra Loch für den mittleren Kontaktstift gibt. Grundsätzlich brauchen Sie jedoch keinen Adapter für Frankreich.
In Frankreich sind die Taxis auf keine einheitliche Farbe des Autos festgelegt. Taxis sind mit dem "Taxi"-Schild gekennzeichnet. Leuchtet es, ist das Taxi verfügbar. Die Preise werden nach Zeit und gefahrenen Kilometern berechnet. Es ist üblich, dass man hinten einsteigt.
Sie haben ein Telefon im Hotelzimmer, das Sie gegen Gebühr nutzen können.
Wenn Sie ein Mobiltelefon besitzen, empfiehlt sich in jedem Falle dessen Mitnahme. Mit allen gängigen Mobilfunk-Telefonen ist eine Verbindung nach Deutschland problemlos möglich. Seit dem 15. Juni 2017 fallen im EU-Ausland keine Zusatzgebühren für Telefonate, SMS-Versand und den mobilen Internetzugang an. Es gelten Ihre Tarifkonditionen wie in Deutschland.
Vorwahl von Frankreich nach Deutschland: 0049
Vorwahl von Deutschland nach Frankreich: 0033
Wichtige Telefonnummern:
Allg. Notruf 112
Rettungsdienst/Notarzt 15
Polizei 17
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Zwischen Deutschland und Frankreich besteht keine Zeitverschiebung. Die Umstellung auf Sommer- und Winterzeit erfolgt zum gleichen Datum.
Innerhalb der EU-Länder gibt es keine Zollgrenzen mehr für Privatpersonen. Zollfrei sind z.B. Waren zum eigenen persönlichen Verbrauch. Hier finden Sie einige Richtmengen: 800 Zigaretten, 10l Spirituosen, 90l Wein (davon max. 60l Schaumwein), 110l Bier
Bei größeren Mengen muss nachgewiesen werden, dass diese für den privaten Verbrauch bestimmt sind. Entsprechende Merkblätter können Sie bei allen Zollämtern einsehen: www.zoll.deÂ
Frankreich – Kultur, Genuss und landschaftliche Vielfalt
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