© 2026 Kultur Reisewelt

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Geschichte

Die ältesten menschlichen Spuren in Panama wurden in Form von Pfeilspitzen gefunden und reichen über 12.000 Jahre zurück. Auch gab es hier die ersten Dörfer Amerikas, in denen Töpferei betrieben wurde.
Rodrigo de Bastidas war 1501 der erste Europäer, der nach Panama kam. Er sollte für die Spanier die karibische Küste kartographieren, musste aber seine Reise aufgrund des schlechten Schiffszustandes bald daraufhin wieder abbrechen. Bevor die Europäer kamen, lebten in Panama überwiegend die Völker Chibcha und Chocoa, die größte Gruppe waren die Cueva. 1502 erkundete Christoph Kolumbus dann die Pazifikküste Panamas und landete in Portobelo, wo im Jahre 1597 ein bedeutender Karibikhafen der spanischen Flotte entstand. Panama Stadt wurde 1519 gegründet und zum kolonialen Zentrum des Landes mit Bischofssitz. Die gute geografische Lage ermöglichte den Spaniern Silber und Gold von Peru nach Spanien auf dem Land- und Wasserweg zu schaffen. Der englische Pirat Henry Morgan zerstörte die Stadt jedoch im Jahr 1671. Danach wurde Panama Stadt etwa zehn Kilometer entfernt wiederaufgebaut. Durch die Kolonialherrschaft der Spanier wurden die einheimischen Völker nahezu ausgerottet, Ende des 17. Jahrhundert war das Volk der Cueva vollständig verschwunden. Ab dem 16. Jahrhundert wurden afrikanische Sklaven nach Panama verschleppt, um die Arbeitskraft der schwindenden indigenen Bevölkerung zu ersetzen. Aufgrund der schlechten Behandlung der Sklaven kam es immer wieder zu Aufständen und Guerilla-Kriegen der Cimarrones (ins Hinterland geflohene Sklaven) mit den Spaniern. Zum Teil gab es auch Allianzen der Cimarrones mit Piraten, so wurde unter anderem der englische Pirat Fancis Drake bei seinen Angriffen von den Cimarrones unterstützt.  Panama stand von 1538 bis 1821 unter spanischer Herrschaft, wobei das Land ab Ende des 17. Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung verlor, da der Handelsweg um das Kap Hoorn wesentlich günstiger und leichter war als der Weg über Panama.
Um 1820 wurden Diskussionen über die Unabhängigkeit immer lauter und am 28. November 1821 wurde die Unabhängigkeit von Spanien und die neue Zugehörigkeit zum Vizekönigreich Neugranada (umfasste Venezuela, Kolumbien, Panama und Ecuador) erklärt. Zu Beginn des Jahres 1831 wurde Panama dann Teil der neuen Union Republik Neugranada, die einmal Großkolumbien war. 1840 kam es zu einem Bürgerkrieg, der aufgrund eines Religionskonfliktes stand und im Zuge dessen erklärten mehrere lokale Autoritäten ihr Unabhängigkeit. So entstand der Estado Libre del Istmo (Freier Staat des Isthmus), der im März 1841 eine Verfassung verabschiedete. Allerdings wurde nach dem Bürgerkrieg über einer Wiedervereinigung mit Neugranada verhandelt und so war der Isthmus lediglich 13 Monate unabhängig. Panama wurde, wie viele andere Länder der neuen Welt, von den Nachfahren der Kolonialaristokratie kontrolliert. 1855 wurde dann die Panama Railway gebaut, die erste transkontinentale Eisenbahnlinie, die zwischen Colón und Panama Stadt verlief.
Zwischen 1880 und 1889 versuchte eine französische Firma, die zuvor den Suezkanal erbaute, einen transpanamaischen Kanal zu errichten, leider gelang ihnen das Projekt aber nicht. Präsident Roosevelt wollte den Bau des Kanals 1902 fortführen und verlangte von Kolumbien die Herausgabe des Isthmus, dies wurde jedoch verweigert. 1903 schickte der amerikanische Präsident dann Soldaten nach Panama, die das Land eroberten und den unabhängigen Staat Panama ausriefen. Danach wurde der Hay-Bunau-Varilla-Vertrag unterzeichnet, der den USA Hoheitsrechet auf dem Gebiet des heutigen Panamakanals sicherten. Und so konnte der Kanal zwischen 1904 und 1914 vom US Army Corps of Engineers endlich erbaut werden. Am 21. Dezember 1921 wurde die Unabhängigkeit Panamas dann formell von Kolumbien anerkannt. Dank der Hoheitsrechte über den Panamakanal, konnten die USA die Politik Panamas nach ihren eigenen Interessen lenken. Schließlich wurde ein neuer Vertrag unterzeichnet, der Panama die Hoheitsrechte ab dem 01.01.2000 übertragen sollte. Der Kanal ist noch heute der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes, dicht gefolgt von einem großen Dienstleistungssektor und der größten Billigflotte der Welt mit 6.000 Schiffen. 

Sprache

Die Amtssprache Panamas ist wegen der kolonialen Vergangenheit, Spanisch. Es wird allgemein sehr schnell gesprochen und viele Wortendungen werden verschluckt oder undeutlich ausgesprochen. Merken die Panamaer, dass man selbst nur ein wenig Spanisch kann, bemühen Sie sich langsam und deutlich zu sprechen und freuen sich sehr darüber, dass auch Fremde ihre Sprache sprechen. In Panama Stadt und Bocas del Toro, können Sie sich auch sehr gut auf Englisch verständigen, in den ländlicheren Gegenden sind allerdings ein paar spanische Wörter von Vorteil. Daneben gibt es noch indianische Sprachen, die von der indigenen Bevölkerung gesprochen wird. Am verbreitetsten ist Patois, eine kreolische Sprache aus der Karibik mit englischen Wurzeln.

Religion

Mit 86% Katholiken und 10% Protestanten ist die Bevölkerung zum größten Teil christlich. Der römisch-katholische Glauben wurde der Bevölkerung von den Spaniern auf erzwungen und als starkes Machtinstrument zur Unterdrückung der Bevölkerung genutzt. Juden und Muslime machen nur 1% der Bevölkerung aus. Auch Mormonen sind vertreten. Bei den Guaymí gibt es viele Anhänger der Bahai-Religion, die ursprünglich aus dem Iran stammt. Innerhalb der indigenen Bevölkerung gibt es auch Anhänger ihrer jeweiligen traditionellen mesoamerikanischen Religionen.

Land & Leute

Fast zwei Drittel der Einwohner Panamas sind Mestizen, sie stammen von Indianern und Europäern ab, und leben vor allem im Westen des Landes, in den Provinzen Coclé, Herrera und Veragus. Die zweitgrößte Gruppe sind mit 15% die Afropanamaer, die zum einen von afrikanischen Sklaven abstammen, die von den Spaniern verschleppt wurden und zum anderen aus anderen Karibikstaaten eingewandert sind. Die dritte Gruppe sind die Nachkommen der europäischen Siedler mit 13% und Asiaten mit 4%. Die indigene Bevölkerung mit 8,3%, besteht aus fünf Stämmen: den Kuna, den Bokota, den Teribe, den Chocó und den Guaymí, die alle ihre eigene Sprache sprechen. Die Kuna leben in einem semiautonomen Gebiet an der Karibikküste, zu dem auch ca. 360 vorgelagerte Inseln gehören.
Die Panamaer beschreiben ihr Land mit dem Satz „Brücke der Welt, Herz des Universums“, was den Nationalstolz verdeutlicht. Sie sind sehr herzlich und offen gegenüber Gästen und Fremden und zeigen ihnen mit Freude ihr Land, ihr Essen und ihre Kultur. Sie sind stets freundlich, gut gelaunt und immer für einen kleinen Plausch zu haben. Sie sind sehr daran interessiert von wo man kommt und wer man ist, dabei spielen der soziale Status oder eine gefüllte Geldbörse absolut keine Rolle, denn in Panama interessiert man sich für den Menschen.

Regionen

Panama ist zwar verwaltungsgemäß in neun Provinzen und zwei Territorien aufgeteilt, kann aber geografisch in sechs Regionen aufgeteilt werden:
Panama Stadt & Kanalregion: In der Kanalzone finden Sie einen artenreichen, dichten Regenwald mit hunderten von Flüssen, Mangrovenwäldern, die Pazifikküste und das Las-Perlas-Archipel im Golf von Panama. Der Regenwald mit einer Vielfalt an nord- und südamerikanischen Vögeln, sowie vielen Wildtieren, ist durch zahlreiche Nationalparks und Reservate geschützt. Die Pazifikküste in der Nähe von Panama Stadt besteht hauptsächlich aus Wattflächen, schöne Strände finden Sie auf den vorgelagerten Inseln oder eine Stunde südwestlich der Stadt.
Zentral Panama: Zu dieser Region zählen die Strände von Panama Stadt, die Provinz Coclé und die Azuero-Halbinsel. Nahe Coclé liegt „El Valle de Antón“ im Krater eines Vulkans auf 1.173m, dort herrscht ein mildes Klima und es ist eine willkommene Abwechslung zum sonst feuchten Tiefland der Region. Die schönen Strände am Pazifik sind beliebte Ausflugsziele und bietet auch Urlaubs-Resorts. Die Azuero-Halbinsel wurde zwar weitestgehend abgeholzt, sie ist aber immer noch ein beliebtes Ausflugsziel und bietet seinen Besuchern traditionelle Feste, Kunsthandwerk, kleine Kolonial-Dörfer und schöne Strände, die nicht überfüllt sind.
Bocas del Toro Archipel: Nahe der Grenze zu Costa Rica liegt das beleibte Reiseziel, das eine bunte Mischung aus indigenen Gruppen, spanischen Nachfahren, Afrokariben und amerikanischen Einwanderern zu bieten hat. Es ist eine der feuchtesten Gegenden Panamas, mit einer sehr kurzen Trockenzeit in den Monaten September/Oktober und Februar/März, die restliche Zeit des Jahres regnet es dort. Trotz der schönen Strände ist es nicht das beste Badeparadies, denn im Meer gibt es gefährliche Strömungen, weshalb sich das Wasser hier eher zum Tauschen, Schnorcheln oder Boot fahren eignet als zum Schwimmen. Außerdem können Sie hier Wildtiere beobachten oder den bohemian Flair von Bocas Town genießen.
Westliches Hochland & Golf von Chiriquí: Dank der hohen Lage gibt es hier fruchtbare Gipfel und Täler, kristallklare Flüsse, milde Temperaturen und frische Luft. Viele Amerikaner bauen sich hier aufgrund dieser Gegebenheiten Zweit- oder Alterswohnsitze, daher wird in dieser Region viel Englisch gesprochen. Inmitten der Region steht der Vulkan Barú, der von feuchtem Nebelwald bedeckt ist. Südlich des Hochlands liegt das feuchte Tiefland mit der schönen Küste und den Inseln im Golf von Chiriquí. Der Höhepunkt der Region ist der Coiba Nationalpark, der sich aufgrund der vielfältigen und unberührten Inseln perfekt zum Schnorcheln oder Tauchen eignet.
Provinz Darién: Undurchdringlicher Regenwald, Sumpfgebiete, indigene Siedlungen und eine Handvoll kleiner Dörfer, sind charakteristisch für den wilden, weitestgehend unerschlossenen Osten Panamas. Das Innere der ist nur zu Fuß, per Boot oder Kleinflugzeug erreichbar. Der größtenteils unzugängliche Carién Nationalpark liegt inmitten der Provinz. Die zugängliche Kana Forschungsstation ist besonders beliebt bei Vogelbeobachtern, denn im Nationalpark leben viele endemische Vögel.
San Blas Archipel (Comarca Kuna Yala): Die semiautonome Region der Kuna Indianer, der bekanntesten indigenen Gruppe Panamas, liegt im Norden an der Karibikküste. Die Kuna sind bekannt für ihre Kultur, ihre farbenfrohe Kleidung und Kunsthandwerk, wie zum Beispiel die Mola-Tapisserie. Zum Archipel gehören über 300 wunderschöne, palmenbestandene Inseln, die sich im türkisfarbenen karibischen Meer befinden. Die kleinen Inseln können per Boot oder Flugzeug erreicht werden und bieten Entspannung pur mit rustikalen Unterkünften, die sich meist im freien befinden, wunderbarem Wasser zum Schwimmen und Schnorcheln. Der Archipel ist inzwischen auch ein beliebtes Kreuzfahrtziel geworden.

Essen und Trinken

Grundlage für die Küche in Panama sind Einflüsse der verschiedensten Kulturen und so werden hispanische, afrikanische, indianische und afro-antillische Kultur vermischt, das Essen ist also allgemein recht Multikulti. Vor allem in den großen Städten und touristischen Zentren findet man Essen und Restaurants aus aller Welt. Der Einfluss Amerikas zeigt sich durch bekannte Fastfood-Ketten. Mais ist ein fester Bestandteil viele Speichen und wird, anders wie in den Nachbarländern, erst als Ganzes gekocht und danach klein gemahlen. Viele Lebensmittel und vor allem Tiere wurden durch die Spanier, aber auch die Sklaven ins Land gebracht und sind heut nicht mehr weg zu denken. Dazu gehören unter anderem: Datteln, Feigen, Kaffee, Oliven, Palmöl, Tamarinde und Yams. Die Einwandere aus den benachbarten Karibikstaaten brachten zum Beispiel Gerichte wie Gallo Pinto oder Cou Cou Brei mit. Während des Baus des Panamakanals kamen viele asiatische Arbeiter ins Land, die ebenfalls neue Zutaten, wie Ingwer, Knoblauch, Koriander, Zimt, Sojabohnen und Reis mit ins Land brachten. Die USA hatten zwischen 1903 und 1999 eine starke zivile und militärische Präsenz in Panama und so kamen Fastfood-Ketten, das deftige amerikanische Frühstück, Fertiggerichte aus dem Supermarkt und Softdrinks ins Land. Außerdem wandern viele Rentner nach Panama aus, um dort ihren Ruhestand zu verbringen und so halten auch immer mehr amerikanische Sitten und Bräuche Einzug im Land.
Allgemein ist die Küche Panamas recht würzig, deftig und oftmals auch frittiert, also sehr gehaltvoll. Ein typisches Alltagsgericht besteht aus Reis, Bohnen, gebackenen Bananen und einem Stück Fleisch oder Fisch. Vor allem die karibischen Kochbananen „Patacones“ sind ein wichtiger Bestandteil der panamaischen Küche. Ein sehr beliebtes und bekanntes Gericht ist „Ropa Vieja“ (alte Kleidung), das aus Rindfleischsteifen mit einer Soße aus Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch und grünen Pfeffer und wird mit Reis serviert. Das Nationalgericht „Sancocho de Galina“ besteht aus Hühnchen, verschiedenem Gemüse, und frischem Koriander. Auch frischer Fisch und Meeresfrüchte spielen eine große Rolle. Besonders beliebt ist „Ceviche“, roher Fisch in einer scharfen Zitronensoße, das ursprünglich aus Peru stammt, inzwischen aber in ganz Lateinamerika auf der Speisekarte steht. „Pargo frito“ ist ein ganzer, frittierter Schnappfisch, der mit Kochbananen oder Papas fritas (Pommes) serviert wird.
Der Tag in Panama beginnt mit einem deftigen Frühstück, das oft aus Rindfleisch, Würstchen in Zwiebel-Tomaten-Soße oder Eiern besteht. Dazu gibt es Tortillas, frittierte und gesalzene Scheiben unreifer Mehlbananen oder „Carimañolas“ (aus Maniokmehl und mit Käse oder Fleisch gefüllt).
Frisch gepresste Fruchtsäfte „jugos naturales“ sind besonders beliebte und erfrischende Getränke. Hier werden pürierte Früchte mit Milch oder Wasser gemischt, je nach Jahreszeit werden hierfür die unterschiedlichsten Früchte verwendet. Softdrinks werden ebenfalls sehr gerne getrunken, enthalten jedoch sehr viel Zucker. Gerade am Strand oder an Straßenstränden gibt es auch häufig grüne Kokosnüsse zum Trinken, diese heißen Agua de Pipa oder Pipa Fresca. Bier ist sehr beliebt in Panama, am häufigsten wird Lagerbier getrunken. Die älteste Brauerei Panamas ist Balboa, die es bereits seit 1910 gibt. Der Wein ist meist aus Chile oder Argentinien importiert. Abends wird auch gerne einheimischer Rum, der Carta Vieja, oder der nationale Likör Seco getrunken. Seco ist aus Zuckerrohr und in ländlichen Regionen gibt es oft Seco con vaca, also Seco Likör mit Milch oder Kokosmilch.
Sie sollten es unbedingt vermeiden Leitungswasser zu trinken, auch beim Zähne putzen sollten Sie gefiltertes Wasser benutzen. Achten Sie darauf, dass Sie Nahrungsmittel immer schälen oder kochen und Fliegen von ihrem Essen fernhalten.

Wetter / Klima

In Panama herrscht ein tropisches Klima, mit Tagestemperaturen zwischen 29-32°C und 23-25°C in der Nacht. In den höheren Lagen ist es kühler, hier kann es nachts sogar bis unter 10°C kühl sein. Das Tiefland der Pazifikküste ist allgemein etwas kühler als auf der Karibikseite. Aufgrund der Bergkette, die das Land durchzieht, gibt es auch der Karibikseite mehr Niederschlag, da sich dir Wolken dort abregnen und erst dann weiter an die trockenere Pazifikküste ziehen. Der meiste Regen auf der Karibikseite fällt während der Regenzeit von April bis Dezember, auf der Pazifikseite von September bis Oktober.
Am besten eignen sich die Monate von Dezember bis März zum Reisen, da dann Trockenzeit herrscht, die am Pazifik stärker ausgeprägt ist als am karibischen Meer. Viele Wanderungen können nur während der Trockenzeit unternommen werden, da einige Teile des Landes bei Regen unzugänglich werden können. Auch für einen Badeurlaub an den Karibik-Stränden und Taucher ist diese Zeit empfehlenswert. Die Regenzeit ist für Rafting-Abenteuer im Landesinneren gut geeignet.

Banken & Geld

In den größeren Städten und touristischen Zentren können Sie meist problemlos mit internationalen Kreditkarten bezahlen, am besten akzeptiert sind VISA-Karten, aber auch Master Card wird weitestgehend akzeptiert. Sie können damit auch Bargeld abheben. Die Bezahlung und Geldabhebung mit Bankkarten (Maestro) ist nicht immer möglich, es ist daher zu empfehlen, sich vor Abreise eine Kreditkarte anzuschaffen. Informieren Sie sich unbedingt vor Abreise über die Nutzungsmöglichkeiten und anfallende Gebühren Ihrer Karten bei Ihrer Bank.
Bargeld in Euro ist nur schwer umtauschbar, daher ist es empfohlen sich vor Abreise ein wenig Bargeld in US-Dollar bei der Bank zu bestellen.

Gesundheit / Impfungen

Impfungen
Für direkte Einreisen aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben. Es empfiehlt sich jedoch die Standardimpfungen wie gemäß dem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts zu überprüfen bzw. ggf. nachzuholen. Als Reiseimpfungen empfehlen sich: Hepatitis A, bei längeren Aufenthalten auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut impfen zu lassen (Auswärtiges Amt, 2020). Bei Reisen in Gelbfieber-Gebiete (Regionen östlich des Panamakanals), ist eine Impfung unbedingt empfohlen. Um vor Infektionen, die von Mückenstichen ausgehen, ausreichend geschützt zu sein, sollte helle ganzkörperbedeckende Kleidung getragen werden und möglichst ganztägig Insektenschutzmittel aufgetragen werden. In Panama sind es vor allem das Dengue-Fieber, Chikungunya (fieberhafte Viruserkrankung), Leishmaniasis (einzellige Parasiten) und Zika-Virus (besonders gefährlich für Schwangere), welche vermehrt durch Mücken übertragen werden. Bezüglich der Gefahr einer Malaria-Erkrankung liegt das ganze Jahr über ein geringes Übertragungs-Risiko in den Provinzen östlich und westlich (minimal) des Panamakanals. Als malariafreie Gebiete gelten Panama-Stadt und die Kanalzone. Weitere und ausführlichere Hinweise zum Thema „Impfschutz“ finden Sie auf der Homepage des Auswärtigen Amtes. Bitte lassen Sie sich frühzeitig vor Abreise von einem Reisemediziner, Gesundheitsamt oder Tropeninstitut beraten, um eventuell notwendige Auffrischungsimpfungen noch rechtzeitig vor Reiseantritt vornehmen lassen zu können. Bitte beachten Sie, dass die Mitarbeiter von SKR keine weiterführende Impfberatung geben können, da hierzu eine medizinische Ausbildung Voraussetzung wäre.

Reiseapotheke
Sollten Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, so nehmen Sie einen ausreichenden Vorrat davon mit. Ihre Reiseapotheke sollte zusätzlich ausgestattet sein mit Medikamenten gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.

Medizinische Versorgung vor Ort
Die medizinische Versorgung in Panama, vor allem in den ländlichen Regionen, ist nicht mit den europäsichen technischen und hygienischen Standards zu vergleichen. Die Kosten für Behandlungen und Medikamente müssen sofort vor Ort beglichen werden, bar oder mit Kreditkarte. Achten Sie deshalb immer darauf, eine ausreichend gedeckte Kreditkarte mit sich zu führen, da Sie ansonsten nicht behandelt werden können (auch nicht in Notfällen!). Generell gesehen sollte vor Reisebeginn auch unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden, welche im Falle eines Notfalls auch einen Rücktransport miteinschließt. Denken Sie hierbei auch daran, die Versicherungsunterlagen mit auf Ihre Reise zu nehmen und sich die 24-Stunden-Notrufnummer der Versicherung zu notieren. Zusätzlich wird empfohlen sich vor Reisebeginn von einem Reise- bzw. Tropenmediziner beraten zu lassen oder eine darauf spezialisierte Beratungsstelle aufzusuchen.

Diplomatische Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Panama-Stadt
Calle 53 E, Urbanizacion Marbella, Edificio World Trade Center No. 20, Panamá
Tel.: +507 263 77 33
Website: www.panama.diplo.de
Bereitschaftsdienst: +507 6517 3200 (außerhalb der Öffnungszeiten, nur in dringenden Notfällen)

Botschaft der Republik Panama in Berlin
Wichmannstraße 6, 10787 Berlin
Tel.: +49 30 22 60 58 11
Fax: +49 30 22 60 58 12
Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 10:00 - 13:00 Uhr
Website: www.botschaft-panama.de
E-Mail: info@botschaft-panama.de

Internet & WLAN

In touristischen Gebieten gibt es in den meisten Restaurants, Cafés und Unterkünften sogar kostenloses WLAN. Das WLAN am Tocumen Flughafen in Panama Stadt kann recht langsam sein.

Währung

Das Zahlungsmittel in Panama oder der Balbao (PAB), der an den US-Dollar im Verhältnis 1:1 gekoppelt ist. Balbao gibt es nur als Münzen, ansonsten bezahlen Sie mit Dollar-Noten.  Für 1€ bekommen Sie umgerechnet 1,37 PAB (Stand Februar 2025). 

Sicherheit

Es kann immer wieder zu politisch motivierten Demonstrationen und Protesten kommen, bei denen es auch zu Gewaltanwendung und Straßenblockaden kommen kann. Meiden Sie daher auf jeden Fall Demonstrationen und größere Menschenansammlungen, denn diese werden von Kriminellen gerne für Taschendiebstahl, Beraubung von Autofahrern und Plünderungen genutzt.
Kleinkriminalität, wie Taschendiebstahl, ist sehr weit verbreitet. In Panama-Stadt und Colon muss in einigen Stadtteilen mit Gewaltkriminalität und Raubüberfällen gerechnet werden, meiden Sie daher unsichere Stadtteile und erkundigen Sie sich bei Ihrem Reiseleiter über unsichere Gegenden. Doch auch in sicher geltenden Stadtteilen oder touristischen Orten kann es vereinzelt zu Diebstählen, Überfällen oder sexueller Belästigung kommen.

Tipps für Ihre Sicherheit:

  • Panama-Stadt: vermeiden Sie Spaziergänge bei Dunkelheit und durch Armenviertel.
  • Colon: unternehmen Sie organisierte Ausflüge
  • Bewahren Sie Ihre Wertgegenstände und wichtigen Dokumente (Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine etc.) sicher auf und achten Sie unterwegs stets darauf
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen
  • Nehmen Sie nur das für den jeweiligen Tag benötigte Bargeld mit
  • Im Falle eines Überfalls sollten sie auf keinen Fall Widerstand leisten, halten Sie kleine Geldbeträge zur Herausgabe bereit

Strom

Die Stromspannung in Panama beträgt 110 Volt, auch 220 Volt sind in Ausnahmefällen möglich. Denken Sie daran, vor Abreise einen entsprechenden Adapter zu besorgen und die technischen Daten auf Ihren Geräten zu prüfen, damit Sie diese problemlos mit Adapter benutzen können. Falls Sie weitere Länder bereisen, empfiehlt sich der Kauf eines Weltweit-Adapters. 

Taxi

Taxi fahren ist allgemein günstiger als bei uns. Achten Sie darauf nur offiziell registrierte Taxis zu nehmen und bestellen Sie diese am besten vor oder gehen Sie an einen Taxistand, halten Sie jedoch keines auf der Straße an. Kollektivtaxis sind für Touristen nicht empfehlenswert.
Uber können Sie in Panama City benutzen und über die Smartphone App können Sie sich ganz bequem einen Fahrer bestellen, sogar die Auswahl eines englischsprachigen Fahrers ist möglich.

Telefon & Handy

Die internationale Vorwahl für Panama lautet +507. Ob Sie mit ihrem Handy in Panama telefonieren können und wie hoch die Gebühren dafür ausfallen, sollten sie vorab bei ihrem Mobilfunkanbieter erfragen. Sie können sich auch vor Ort eine Prepaid-Karte für ihr Handy besorgen und diese mit dem gewünschten Betrag aufladen. Die größten Anbieter sind +movil, Movistar und Claro.

Zeit

Panama liegt in der Eastern Standard Time (EST) und ist 6 Stunden hinter Deutschland (MEZ), im Sommer sogar sieben Stunden, da es in Panama keine Zeitumstellung gibt. Ist es bei uns im Juni 12 Uhr am Mittag, so ist es in Panama 05:00 Uhr am Morgen (im Winter wäre es 06:00 Uhr).

Zoll

Sie können Landes- und Fremdwährung bis zu einem Höchstbetrag von 10.000 USD ein- und ausführen, alles was darüber hinaus geht, muss beim Zoll angemeldet werden. Sie dürfen frisches Fleisch, Obst, Gemüse und Blumen in Blumenerde nicht einführen. Falls Sie spezielle Medikamente benötigen, sollten Sie sicherheitshalber ein ärztliches Attest mit sich führen.
Informieren Sie sich vor Ihrer Abreise noch einmal über die aktuellen Zollbestimmungen, da sich diese auch kurzfristig ändern können. Die Zollbestimmungen für Deutschland finden Sie unter www.zoll.de

Reisen

Panama

Panama – Zwischen zwei Ozeanen, Regenwald und moderner Metropole

Über das Land
Panama verbindet auf einzigartige Weise tropische Natur, karibische Traumstrände und moderne Großstadtatmosphäre. Weltberühmt für den Panamakanal, begeistert das mittelamerikanische Land außerdem mit dichten Regenwäldern, artenreichen Nationalparks, paradiesischen Inseln und einer faszinierenden kulturellen Vielfalt. Ob Rundreise, Badeurlaub, Naturerlebnis oder Städtereise – Panama bietet abwechslungsreiche Reiseerlebnisse zwischen Atlantik und Pazifik.
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