© 2026 Kultur Reisewelt

© 2026 Kultur Reisewelt

© 2026 Kultur Reisewelt

Lalibela

Lalibela – im Jerusalem von Äthiopien

Im Norden von Äthiopien befinden sich auf einer Höhe von 2.500 Metern über dem Meer berühmte und kunstvoll gestaltete Baudenkmäler der christlichen Vergangenheit. Die detailliert gearbeiteten und herrlich anzusehenden Felsenkirchen von Lalibela stellen einen der Höhepunkte jeder Reise durch Äthiopien dar. Mehrere Stockwerke tief in den Felsen hineingehauene Kirchen sorgen in Lalibela für beeindruckende Einblicke in die Baukunst der christlichen Hochkultur. Erkunden Sie Lalibela mit den kulturellen Schätzen im Museum, den kunstvoll gestalteten Kirchen und der außergewöhnlichen Lage im Hochland. Unvergessliche Eindrücke und eine ganz besondere Architektur erwarten Sie vor Ort. 

Wissenswertes über die Felsenkirchen

Der kleine Ort Lalibela ist die Heimat von knapp 10.000 Menschen, welche im Hochland von Äthiopien leben. Weithin bekannt ist Lalibela für die eindrucksvollen Felsenkirchen, welche teilweise über mehrere Geschosse reichen und in den Fels hineingehauen wurden – bis heute stellen die Felsenkirchen von Lalibela einen besonderen spirituellen Ort dar und werden noch immer von den gläubigen Christen des Ortes aufgesucht. Außerdem gilt Lalibela als wichtiger Pilgerort für die Christen.

Insgesamt befinden sich elf Felsenkirchen aus dem Mittelalter in Lalibela, welche größtenteils mehr als ein Stockwerk umfassen. Erbaut wurden die elf berühmten Kirchen aus einem einzigen Gestein (bedrock) in äußerst mühevoller Kleinarbeit. Die Arbeiten dauerten etwa 23 Jahre und fanden vermutlich Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts unter dem Anstoß von Kaiser Gebral Maskal Lalibela statt. Das gesamte Projekt fand in einer Zeit statt, in der der christliche Glaube von besonders großer Bedeutung in Äthiopien war. Die Kirchen von Lalibela gelten allgemein als ein Symbol der Verbundenheit zwischen dem Heiligen Land und Äthiopien, woraus auch der Name „Jerusalem in Äthiopien“ stammt.

Die elf Felsenkirchen sind in drei Gruppen unterteilt: die nördliche Gruppe umfasst sechs Kirchen, die östliche Gruppe vier Kirchen und die westliche Gruppe eine Kirche. Dieser Aufbau trägt zur besonderen Architektur und zum beeindruckenden Gesamteindruck der Anlage bei.




Die östliche Gruppe

In der östlichen Gruppe befinden sich sehenswerte Bauten, auch wenn diese vielleicht etwas weniger spektakulär ausfallen als die Kirchen der anderen beiden Gruppen. Hier befindet sich der einstige Königspalast mit dem Namen Bete Gabriel Rufael, das frühere Gefängnis und die Hofkapelle, welche unter dem Namen Bet Amanuel bekannt ist. Die Selassie-Kapelle fasziniert durch prachtvolle Skulpturen, welche vor Nischen aufgestellt sind, es handelt sich gleichzeitig auch um eine Krypta.

Die nördliche Gruppe

In dieser Gruppe befindet sich die größte monolithische Kirche der Welt: Bet Methane Alem. Das wichtigste Heiligtum von Lalibela, ein heilendes Goldkreuz, befindet sich ebenfalls in dieser beeindruckenden Kirche. Diese Kirche ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Lalibela und sollte allein schon aufgrund der Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert und der vielen Kunstgegenstände besichtigt werden. Das Grab des berühmten Königs Lalibela befindet sich in den Zwilllingskirchen der östlichen Gruppe der Bete Michael- Rafael. Erst in der Bet Methane Alem zeigt sich die Pracht des architektonischen Meisterwerks von Lalibela. Neben der Kirche gehören zu der nördlichen Gruppe von Lalibela noch eine Kapelle und die symbolischen Gräber von Abraham, Isac und Jacob. 

Bereits im Jahre 1978 ernannte die UNESCO die Felsenkirchen von Lalibela zum Weltkulturerbe. Die Felsenkirchen von Lalibela sind die weltweit größten von Menschenhand geschnitzten monolithischen Strukturen. Eine Besichtigung von Lalibela gilt damit als einer der Höhepunkte jeder Reise nach Äthiopien und ist nicht nur für christliche Pilger ein unvergessliches Erlebnis. Die einzigartigen Felsenkirchen von Lalibela offenbaren Ihnen die Schaffenskraft der Menschen im Mittelalter und sind nicht nur ein beliebtes Bildmotiv, sondern auch architektonisch, historisch und kulturell von großem Interesse. Ein Rundgang durch das kleine Dorf Lalibela mit seinen typischen zweistöckigen Rundbauten rundet einen Aufenthalt in Lalibela ab und ist auch aufgrund der speziellen Bauweise von Interesse.

Die westliche Gruppe mit der Georgskirche

Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die Georgskirche oder die Bet Giyorgis der westlichen Gruppe, die besterhaltene und eindrucksvollste Kirche von ganz Lalibela. Erbaut wurde die tief in den ebenen Felsen eingearbeitete Georgskirche in Form eines Tempelkreuzes und gilt bis heute als ein Meisterwerk der Architektur. Um die Erbauung der Georgskirche oder auch der 11. Kirche rankt sich eine Legende. Der heilige Georg soll dem damaligen Herrscher im Schlaf erschienen sein und den Bau einer eindrucksvollen Kirche gefordert haben. 




Angenehme Temperaturen im Norden

Lalibela befindet sich im Norden von Äthiopien und besitzt aufgrund der Höhenlage von 2.500 Metern über dem Meer ein eher kühles Klima mit ganzjährigen Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Die Monate Juli und August bringen zwar Regenfälle, dennoch kann Lalibela auch während der Regenzeit besichtigt werden, da es oft nachts regnet und tagsüber schöne Bedingungen herrschen. Etwas wärmere Kleidung kann aufgrund der Höhenlage nicht schaden, doch die niedrigeren Temperaturen sorgen für besonders angenehme Erkundungen der berühmten Felsenkirchen von Lalibela.